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STAMMTISCH, DER BIERBLOG
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20.11.2008
Warum Leichtbier kein Erfolg ist...
wollte jemand wissen.
1. In USA läuft es weil man es eiskalt und direkt aus der Dose tinkt. Da merkt man keinen Geschmacksunterschied und wäre blöd, wenn man mehr Alkohol zu sich nähme. Bei uns trinkt man Bier jedoch wärmer und aus dem Glas - und da fällt Leichtbier halt geschmacklich ab
2. Der Entscheid fällt zwischen "Genuss" und "Gesundheit" oder Asket. Wasser oder Bier. Leichtbier sitzt da in der Mitte bei den Leuten, die einen Kompromiss machen wollen. Und das ist halt ein kleiner Anteil. Dem "Alkoholfreien" geht es im übrigen ähnlich. Es war erst ein Renner als "Clausthaler" mit der TV-Werbung zum Insidertipp und Kultgetränk wurde.
Ob es schmeckte weiss ich nicht. Ich trinke eben entweder "richtiges" Bier. Oder kein Bier..
Das hängt doch auch vom Klima ab. Natürlich ist MGD und Coors Light, wenn nicht eisgekühlt, eine fürchterliche Suppe, aber ich hätte ehrlich gesagt in Texas, Arizona, etc bei 40 Grad auch nicht unbedingt Lust auf ein "richtiges" Bier. So langsam merken’s aber auch die Amis: hier in NY (wo ich wohne) gibts Sam Adams, Heartland und vor allem Saranac, und die brauen alle hervorragendes Bier, das den Namen verdient. Soo toll ist die Schweiz auch nicht - 95% ist traurig langweiliges Lagerbier. Hier bei den Amis sind die 95% halt Light Bier - was heisst, dass es in beiden Ländern nur 5% Geniesser gibt :-)