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20.11.2008
Warum Leichtbier kein Erfolg ist...
wollte jemand wissen.
1. In USA läuft es weil man es eiskalt und direkt aus der Dose tinkt. Da merkt man keinen Geschmacksunterschied und wäre blöd, wenn man mehr Alkohol zu sich nähme. Bei uns trinkt man Bier jedoch wärmer und aus dem Glas - und da fällt Leichtbier halt geschmacklich ab
2. Der Entscheid fällt zwischen "Genuss" und "Gesundheit" oder Asket. Wasser oder Bier. Leichtbier sitzt da in der Mitte bei den Leuten, die einen Kompromiss machen wollen. Und das ist halt ein kleiner Anteil. Dem "Alkoholfreien" geht es im übrigen ähnlich. Es war erst ein Renner als "Clausthaler" mit der TV-Werbung zum Insidertipp und Kultgetränk wurde.
Ob es schmeckte weiss ich nicht. Ich trinke eben entweder "richtiges" Bier. Oder kein Bier..
Es ist einigen Biertrinkern und Wirten aufgefallen, wie koordiniert und in Etwa gleich die Preiserhöhungen der Marktführer ausgefallen sind. Haben die einfach zufälligerweise genau gleich gerechnet...? Kann ja sein.
Viel mehr wundere ich mich, das niemand was sagt zur Begründung:
"Gestiegene Rohstoffpreise" - mit dem Euro-Kurs sowie den sich normalisierenden Rohstoffmärkten sind die Hopfen- und Malzpreise bereits wieder massiv gesunken...
"Energie-Preis" - beim Oelpreis ist es das gleiche Thema - der Hyp ist vorbei. Das wirkt sich auch ganz direkt im Glas und im übrigen Verpackungsmaterial sowie den Transportkosten aus...
Ich habe leise den Verdacht, dass man mit der letzten massiven Preis-Erhöhung (5% macht pro Hekto im Schnitt Fr. 12.-- bzw. bei 1 Mio Hekto Umsatz rund 12 Mio Franken..)
die Kassen von Uebernahme-Kosten und Marketingschäden nach der WM flicken will..zulasten der Biertinker.